Mahl-o-Wat 2019

Was ist der Mahl-o-Wat?
Der Mahl-o-Wat ist ein freiwilliges Instrument zur politischen Bildung. Alle zur Wahl zugelassenen Listen für das Student*innenparlament und die akademischen Gremien der Universität Vechta bekommen die Chance sich hier zu positionieren. Sie können vorher ausgearbeitete Thesen (Siehe: Wie ist der Mahl-o-Wat entstanden?) mit „Zustimmung“, „Ablehnung“, „Neutral“ oder „These überspringen“ beantworten und zusätzliche Antworttexte verfassen.

Auf diese Weise können Nutzer*innen, wie du, ihre eigenen Antworten mit denen der Listen abgleichen. Der Grad an Übereinstimmung wird automatisch errechnet. Trotzdem lohnt es sich noch einmal zu schauen, ob eine Liste zusätzlich etwas zu den Thesen zu sagen hat, die dir besonders wichtig sind.

Thesen
Die Thesen werden dir eine nach der anderen angezeigt. Alles was du tun musst, ist sie deiner Meinung nach zu beantworten. Wenn du eine These nicht verstehst, überspringe sie einfach, damit sie nicht in die Berechnung fällt.
Einzelne Antworten können jederzeit korrigiert werden.

Die Gewichtung
Nach der Beantwortung aller Thesen kannst du denen, die dir besonders wichtig sind, besonderes Gewicht verleihen. Sie zählen dann doppelt

Das Ergebnis
Im Ergebnis werden die Listen so sortiert, dass diejenige ganz oben steht, die am meisten mit deinen Antworten gemein hat. Du kannst dich von hier aus nochmal durch alle Thesen klicken und schauen, wie du selbst, und wie die Listen geantwortet haben. Nun findest du auch deren optionale Antworttexte

Alles zu Wahl
Hier findest du alle weiteren Informationen zur Wahl. Also wer, wann, wo und wie gewählt wird

Und jetzt?
Der Mahl-o-Wat ist eine Einstiegsmöglichkeit in die hochschulpolitische Welt. Er soll euch Appetit auf mehr Politik machen und ein paar neue Fragen aufwerfen.
An dieser Stelle bekommt ihr ein paar Tipps, wie ihr die Ergebnisse besser für euch nutzen könnt:

„Wähle ich, was der Mahl-o-Wat mir sagt?“
Der Mahl-o-Wat nimmt dir keinesfalls die Wahl ab. Er kann nur als erste Information zur Wahl dienen. Bewerte das Ergebnis bitte nicht über oder gar als Wahlempfehlung. „Zustimmung“ zu einzelnen Thesen kann ganz unterschiedliche Motivationsgründe haben. Vielleicht stellen sich einzelne Listen auch etwas Unterschiedliches vor, wenn sie Thesen beantworten. Es lohnt sich auf jeden Fall, einzelne Antworttexte nachzulesen oder den Kontakt zu den Ansprechpartner*innen der Liste zu suchen.
Schau dir doch auch an, was die Listen sagen, die nicht mit dir die Meinung teilen. Vielleicht haben sie gute Gründe und können dir sogar helfen, dir selbst ein vollständigeres Bild zu machen.

„Ich lehne mein Ergebnis ab. Wie kann es sein, dass ich mit so einer Liste die höchste Übereinstimmung habe?“
Der Mahl-o-Wat deckt nicht alle denkbaren politischen Themen ab. Die Gründe, warum du einzelne Listen ablehnst, können vielleicht gar nicht im Mahl-o-Wat auftauchen. Außerdem kann es sein, dass die Liste mit der höchsten Übereinstimmung letztlich trotzdem nur zu 50% mit dir übereinstimmt. Das bedeutet, dass ihr euch in einigen Fragen auch uneinig seid! Gerade in der Hochschulpolitik begegnen uns viele Themen, in denen wir unabhängig unserer sonstigen Gesinnung alle als Student*innenschaft an einem Strang ziehen.

„Warum passt das Ergebnis nicht mit dem überein, was man mir bisher über die Liste gesagt hat?“
Die Antworten im Mahl-o-Wat geben die Listen selbst. Gerade in der Hochschulpolitik gibt es keine vielseitige kommentierende Berichterstattung zu den einzelnen Vertreter*innen während der Legislatur oder des Wahlkampfes. Es ist also recht schwer, sich abseits der Selbstauskünfte ein Bild von neuen Kandidat*innen zu machen.

„Ich interessiere mich für all diese Themen. Schade, dass ich nicht mehr kandidieren kann.“
Kein Grund zur Sorge! Komm doch einfach mal ins AStA Büro und lass dich von uns beraten, wo wir euch noch brauchen. Engagierte Studis* werden immer gesucht: in den zahlreichen studentischen Initiativen, in den akad. Gremien und Arbeitsgruppe, in den Fachräten und sogar im April wieder in den Fakultätskommissionen und Dekanaten!
Wenn du Lust auf Politik bekommen hast, freuen wir uns auf dein Gesicht. Es gibt zahlreiche Seminare und Veranstaltungen, die wir oder unser guter Dachverband – der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) – anbieten. Sprich außerdem doch mal mit deinen Freund*innen oder Bekannten über das, was dich beschäftigt. Vielleicht habt ihr ja auch gemeinsam Lust etwas hier am Campus oder gar auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene zu starten.

„Mahl-o-Wat? Mir kommt das bekannt vor.“
Gut, dass du es sagst. Wir danken der Bundeszentrale für politische Bildung, deren Angebot Wahl-o-Mat ihr sicherlich kennt, für die umfangreiche und für alle frei zugängliche, wissenschaftliche Aufbereitung von Instrumenten wie unserem. Gerade die Informationstexte orientieren sich an der geleisteten Arbeit der Bundeszentrale. Ein großer Dank gilt auch der OpenSource Software, die Mahl-o-Wat heißt, und uns gewaltig viel Programmierarbeit erspart hat.

Wie ist der Mahl-o-Wat entstanden?
Die Thesen des Mahl-o-Waten sind in einem offenen Workshop – der Wahlwerkstatt – entstanden. Jede*r Studi* war herzlich eingeladen, um mit unserem Konzeptteam Thesen auszutüfteln. Natürlich sind wir nicht ganz unvorbereitet in die Wahlwerkstatt gegangen: Bereits einige Zeit vorher fand man unsere „Was bewegt die Studis?“-Stände in den Foyers des E- und R-Gebäudes. Hier konntet ihr uns mitteilen, welche Themen euch wichtig sind.
So konnten wir anhand von euren Anregungen bereits einige Themenkomplexe bilden, an denen sich die Thesen des Mahl-o-Waten orientieren. Auch Diskussionen, die in den letzten Jahren immer wieder die Studi*schaft geprägt haben, wurden berücksichtigt.

Das komplette Team bestand aus:
– Student*innen, die unseren Einladungen folgten
– der stud. Wahlleitung als betreuendes und Gremium
– dem Mahl-o-Wat-Konzeptteam bestehend aus Leon Meyfeld (Referat für Hochschulpolitik und Gremienkoordination) als Antragsteller, Laura Bischoff (Referat für Politische Bildung und Soziales), Sofia Dell’Aquila (Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit und Informationsvermittlung
– dem gesamten AStA als verantwortlicher Träger des Mahl-o-Wate

Die Wahlwerkstatt
Am 10. Dezember 2018 traf sich die Wahlwerkstatt und erstellte möglichst prägnante Thesen. Insgesamt konnten so 60 verschiedene Thesen erarbeitet werden! Das war auch unser Ziel. Zur besseren Strukturierung hatten wir Kernpunkte aus euren Anregungen gebildet, die ihr uns an den „Was bewegt die Studis?“-Ständen mitgeteilt habt. Beispielsweise werdet ihr sicher in den Thesen die Kernpunkte „Gender & Diversity“ oder „Leistungsdruck“ wiedererkennen. Trotzdem kommt diese Einteilung im fertigen Mahl-o-Wat nicht vor.

Der Fragenkatalog
In einer langen und kalten Nacht nach einer AStA-Sitzung setzten sich nun das Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und das Referat für Hochschulpolitik und Gremienkoordination zusammen, und bastelten aus den Thesen ein versendbaren Fragenkatalog. Er enthielt bereits die Erläuterungen, die ihr auch im Mahl-o-Waten findet. Dank des EDV Referenten konnte der Mahl-o-Wat-Katalog noch in derselben Nacht mit der fertigen mahlowat@asta-uni-vechta.de-Adresse an alle uns bis dahin bekannten Kandidat*innen gesendet werden. Das ist gar nicht so einfach! Denn alle Kandidat*innen mussten bei der studentischen Wahlleitung erfragt werden. Vor allem die Nachzügler*innen. die erst nach den Feiertagen ihre Listen einreichten, hatten dementsprechend weniger Zeit, als Kandidat*innen, die bereits kurz nach der Wahlbekanntmachung ihre Listen abgaben.

Die Beantwortung der Thesen
Für die Beantwortung der Thesen hatte nun jede hochschulpolitische Liste, egal für welches Gremium sie kandidiert, bis zum 05.01.2019 um 23:59 Uhr Zeit. Im vollen Dezember also ein straffer Zeitplan, um sich mit 60 teilweise tiefgehenden Thesen auseinander- und vor allem zusammenzusetzen. Einige haben zu jeder These einen Antworttext geschrieben, andere lediglich ihre Meinung angekreuzt.

Das qualitative Verfahren
Um Verständnisprobleme, Fehleingaben oder Banalitäten zu vermeiden, sichtete das Konzeptteam alle eingegangenen Kataloge. Gibt es erkennbare Missverständnisse? Differenzen zwischen Positionierung und Antwort? Oder taucht zwischen verschiedenen Antworten ein grobes Paradox auf? – Dann haben wir versucht die Fragen in gravierenden Fällen auszusortieren oder die missverstandenen Listen zu kontaktieren.

Das Mahl-o-Wat-Gipfeltreffen
Das Mahl-o-Wat-Konzeptteam traf sich einen Tag vor der Freischaltung. Hier wurde noch einmal alles Korrektur gelesen und vor allem ein Verfahren sorgte dafür, dass die Thesen im Mahl-o-Wat letztlich deutlich weniger als 60 sind: Als Studi*schaft haben wir naturgemäß einige Interessen, in denen wir uns alle recht einig sind. Solche Fragen, die vollständig einheitlich beantwortet wurden, wurden in der Regel aussortiert. Der Mahl-o-Wat soll die Listen voneinander unterscheidbar machen und die Thesen hervorheben, die besonders kontrovers beantwortet wurden. Für Interessent*innen sind am Ende dieses Beitrags alle Thesen und der Grund ihrer Nichtberücksichtigung aufgelistet.

Das Go!
Am Ende des Gipfeltreffens wurde der Mahl-o-Wat und dieser Infotext hochgeladen. Von nun an hat die Student*innenschaft eine Woche Zeit, sich bis zu den Wahlen am 15. Und 16. Januar mithilfe des Mahl-o-Waten zu orientieren. Aber auch danach könnt ihr den Mahl-o-Waten nutzen und schauen, ob die Listen auch weiterhin im Sinne ihrer Grundsätze handeln.

Wir wünschen euch viel Spaß mit dem Mahl-o-Waten und danken allen Beteiligten für den Haufen Arbeit, den wir euch gemacht haben!